
Wo entsteht der Hörverlust bei einer Schwerhörigkeit?
Vermutlich haben Sie alle schon einmal den Ausdruck «Altersschwerhörigkeit» gehört. Diese Form der Schwerhörigkeit betrifft uns alle früher oder später. Sie ist die Folge davon, dass unser Gehör 24 Stunden am Tag seit etwa dem 4. Monat unserer Entwicklung schon lange vor unserer Geburt aktiv ist. Alle kleinen Überbelastungen im Laufe unseres Lebens summieren sich schlussendlich zu einer Hörminderung. Beispiele hierzu können laute Musik, ein lautes Hobby, ein lauter Beruf oder unser generell lauter Alltag sein.
Auch jede Krankheit oder Medikamente, welche das Gehör belasten, können in der Summe zu einer Altersschwerhörigkeit beitragen. Fakt ist, je älter wir werden, umso wahrscheinlicher ist es, an einer Presbyakusis oder Altersschwerhörigkeit zu leiden. Diese Art von Schwerhörigkeit betrifft vorwiegend unsere Hörschnecke oder Cochlea, in welcher tausende von Haarsinneszellen, die wie auf einem Klavier aufgereiht, von ganz hohen zu sehr tiefen Frequenzen jeden einzelnen Ton von einer Schallwelle in ein elektrisches Signal umwandeln. Diese Signale werden dann über Nervenfasern ins Gehirn weitergeleitet.
Wenn diese Haarsinneszellen durch Überlastung Schaden nehmen, werden meist die hohen Töne zuerst nicht mehr so gut gehört. Da unsere Sprachverständlichkeit zu etwa 80% auf die hohen Töne angewiesen ist, werden wir irgendwann realisieren, dass wir anfänglich nur in lauteren Umgebungen nicht mehr so gut verstehen. Man nennt dies eine Schallempfindungs-Schwerhörigkeit.
Es gibt jedoch auch andere Gründe, z.B. wenn die Klänge die Hörschnecke erst gar nicht in voller Lautstärke erreichen können. Dies kann sein, da man ein verstopftes Ohr hat, oder das Mittelohr mit den Hörknöchelchen die Schallwellen nicht ans Innenohr mit der Hörschnecke überträgt. Dann sprechen wir von einer Schallleitungsschwerhörigkeit, welche oft durch Medikamente oder einen medizinischen Eingriff behoben werden kann. Schallempfindungs– und Schallleitungsschwerhörigkeiten können auch kombiniert auftreten. Zum Glück sehr selten ist die zentrale Hörstörung. Das bedeutet, dass das Gehirn aus den Signalen von der Hörschnecke keinen Sinn mehr machen kann.
Lassen Sie ihr Gehör testen, wenn Sie mehr hierzu erfahren wollen.
