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René Bürgin – Hörgeräteakustiker aus Leidenschaft

Was haben Hörgeräte und ein Glas Wein (nicht) gemeinsam? 

Der Anstoss zu diesem Titel hat mir ein Kunde letzte Woche gegeben. Er meinte, dass das Testen von Hörgeräten wie das Testen von Wein sei. Man merke schon beim ersten Schluck, ob es ein guter Wein ist. Da ich nie gelernt habe, Wein zu schätzen, weiss ich nicht, ob das beim Weingenuss wirklich so ist.

Da ich jedoch seit über 30 Jahren Hörgeräteakustiker bin und seit über 6 Jahren auch selbst betroffen, weiss ich ganz genau, dass dies für das Austesten von Hörgeräten nicht zutrifft. Was man eher vergleichen kann, ist das bewusste Wahrnehmen von Klängen mit dem Reifen der Aromen bei einem Wein.

Diese entwickeln sich im Fass oder in der Flasche, eventuell auch erst, nachdem der Wein beim Dekantieren atmen konnte. So ist es auch beim Austesten von Hörsystemen. Man muss dem Gehör Zeit geben, damit es die verschiedenen Signale richtig wahrnehmen kann. Ebenso brauchen die Geschmacksknospen Zeit, sich daran zu gewöhnen, verschiedenen Aromen eines Weines wahrzunehmen.

Teilweise kommt es mir fremd vor, wenn Weinkenner vom Geschmack nach Brombeeren oder Pflaumen, von Nuss, Vanille, Schokolade oder Kaffeearomen sprechen.

Deshalb verwundert es mich nicht, wenn meine Kunden bei meiner Erstberatung etwas verwundert reagieren, wenn ich davon spreche, dass Nebengeräusche über die Zeit besser zur ertragen sind, da sie nach und nach im Unterbewusstsein verarbeitet werden.

Wie genau das bei den Geschmacksknospen und den Arealen im Hirn funktioniert, welche zur Interpretation der Aromen zuständig sind, weiss ich nicht. Das Gehör jedoch zerlegt jedes Geräusch im Innenohr in Einzelteile und sendet diese über mehrere tausend Nervenfasern ins Hörzentrum. Dort werden die Klänge wieder zusammengesetzt, mit schon einmal Gehörtem verglichen und bewertet. Nun entscheidet das Gehirn, ob wir diesen Klang im Bewusstsein oder im Unterbewusstsein wahrnehmen.

Da alles, was von den Hörsystem verstärkt wird, anfänglich neu ist, wird es als wichtig erachtet und bewusst wahrgenommen. Dies auch, wenn es das Klappern von Geschirr ist. Erst wenn das Gehirn diese Signale der Hörsysteme über längere Zeit immer und immer wieder vernommen hat, kann es wieder differenzierter unterscheiden, was wirklich wichtig ist und das Hören mit Hörsystemen wird als normaler und natürlicher empfunden.